GayPride

GayPride – Party ohne Ende!?

Sind Gay Pride, der CSD und all die Paraden ein wenig in die Jahre gekommen? Ein wenig habe ich den Eindruck, dass die Partys immer bunter und lauter werden, was auch schön ist. Zugleich aber werden die politischen Botschaften in den letzten Jahren immer leiser. Auch wenn mit der Ehe für Alle ein weiterer, besonders bedeutsamer und weitreichender Meilenstein erreicht ist, wäre es fatal, den politischen Kampf weiter in den Hintergrund zu rücken. Dem vermeintlich Selbstverständlichen folgt oft die Nachlässigkeit und dieser wiederum folgte in der Geschichte schon oft der Verlust erstrittener Rechte und Freiheiten.

Hier einige Themen zum Wachrütteln:

  • Das Schicksal unserer LGBTIQ Brüder und Schwestern in homophoben Ländern (Tschetschenien, Russland, Uganda, Nigeria, Saudi Arabien, … die Liste ist noch lang).
  • Die Aufnahme und Integration LGBTIQ-Geflüchteter aus diesen Ländern in unser Land und unsere Szene.
  • Eine in letzter Zeit zwar wieder etwas schwächelnde, aber wohl in den nächsten Bundestag einziehende neue Rechte in Deutschland. Auf den Treppenwitz, dass eine deren Gallionsfiguren eine verpartnerte Lesbe mit Regenbogenfamilie ist, muss man an dieser Stelle nicht weiter eingehen.
  • Und was mich besonders irritiert: Auch in unseren eigenen Reihen gibt es eine Strömung, die sich statt des Regenbogens Fremdenfeindlichkeit und Deutschtümelei auf die Fahnen schreibt.

Diese vier Themen habe ich beim Feiern auf dem Schirm. Anders als die Paraden sind sie das ganze Jahr über präsent. Ich will hier nicht nur vom Guten und Wichtigen „predigen“ sondern dieses auch tun. Vielleicht schließt sich ja der eine oder andere (der fünf *lol*) Leser meines Blogs noch an:

  • …als Mentor bei den Rainbow Refugees
  • …als Mitglied / Aktiver im Sub
  • …beim LSVD
  • …bei einer linksgrünversifften Partei, die der Homolobby nahesteht 😉

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