Hundstag 09.07.2017 – „Betteln und Hausieren verboten“

Ich denke schon, dass ich eine gute Kinderstube genossen habe. Anders sieht es mit der guten Hundestube hier aus. Das einst omnipräsente „Betteln und Hausieren verboten“-Schild hat versagt; hier dem Anlass gemäß wie folgt zu erweitern: „Betteln und Haus-t-ieren“ verboten. Dafür liebt man die Deutschen allerorts. Neben dem Glauben an höhere Wesen ist das deutsche Wesen vom Glauben an Gebots- und Verbotsschilder geprägt. Gibt’s ein Problem muss ein Schild her und schon ist es gelöst. Besser als jeder Voodoo-Zauber vertreiben Schilder z.B. Bettler und Hausierer, lösen soziale Fragen schnell und sauber. Hätte man das Mal in Deutsch-Südwest-Afrika gewusst. „Kolonialisieren verboten!“ am Gebietseingang aufgestellt und schon wäre den Ortsansässigen Deutsch-Südwest-Afrika erspart geblieben. Heute braucht es Schilder wie „Arm sein verboten“, „Blödheit verboten“, „Gemeinheiten verboten“, … Oh je, das würde ein wahrer Schilderwald werden. Schluss mit der Regulierungswut sagen da Volk, Wild, Wald und Politik.

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