Laissez-Faire Filou

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DADA EN

Purple refused to follow instructions and became a suit. The face, assembled by committee, held its angles like a politician holds promises—loosely, with flair. Orange, appointed treasurer, embezzled itself into shoulders.

The Filou walks through regulations like a ghost through walls: every law of composition broken with a wink, every expectation of verticality dismissed as bourgeois. Pink tried to arrest him for trespassing across perspective, but he paid the fine in smiles, counterfeit and perfect.

Green grows jealous. Blue philosophizes. Yellow simply is. The background, resigned, allows itself to be traversed by a man who treats geometry like a suggestion box—unopened.

DADA DE

Lila weigerte sich, Anweisungen zu folgen, und wurde ein Anzug. Das Gesicht, vom Ausschuss zusammengesetzt, hielt seine Winkel wie ein Politiker Versprechen hält—locker, mit Flair. Orange, zum Schatzmeister ernannt, unterschlug sich selbst in Schultern.

Der Filou geht durch Vorschriften wie ein Geist durch Wände: jedes Kompositionsgesetz mit einem Augenzwinkern gebrochen, jede Erwartung von Vertikalität als bürgerlich abgelehnt. Rosa versuchte, ihn wegen Hausfriedensbruchs über die Perspektive zu verhaften, aber er zahlte die Strafe in Lächeln, gefälscht und perfekt.

Grün wird eifersüchtig. Blau philosophiert. Gelb ist einfach. Der Hintergrund, resigniert, erlaubt sich, durchquert zu werden von einem Mann, der Geometrie wie einen Vorschlagskasten behandelt—ungeöffnet.

Art Review: Celebration (EN)

Here we encounter a figure who has internalized the lessons of Picasso’s Cubism and emerged not traumatized but triumphant, wearing fragmentation like a bespoke suit. The artist’s chromatic audacity transforms what could be mere stylistic quotation into genuine visual philosophy. Each color operates as an independent agent—the purple jacket asserting dignity, the orange torso radiating warmth, the pink and blue planes of the face suggesting a self assembled from disparate experiences yet somehow coherent in its multiplicity.

The gestural black lines function as both containment and invitation, suggesting that structure exists not to limit but to dance with. There’s a raffish confidence to this figure, a character who inhabits impossible spaces with the ease of someone who has never believed in the possible to begin with. The angular geometry doesn’t fracture identity—it multiplies it, offering the viewer a protagonist who exists simultaneously from multiple perspectives. This is post-modern portraiture at its most joyful: acknowledging the constructed nature of selfhood while celebrating the aesthetic pleasures of that construction. The Filou doesn’t just break rules; he makes breaking them look elegant.

Kunstkritik: Feier (DE)

Hier begegnen wir einer Figur, die die Lektionen von Picassos Kubismus verinnerlicht und nicht traumatisiert, sondern triumphierend wieder aufgetaucht ist, Fragmentierung wie einen maßgeschneiderten Anzug tragend. Die chromatische Kühnheit der Künstlerin verwandelt, was bloße stilistische Zitierung sein könnte, in genuine visuelle Philosophie. Jede Farbe operiert als unabhängiger Akteur—die lila Jacke behauptet Würde, der orange Torso strahlt Wärme aus, die rosa und blauen Ebenen des Gesichts suggerieren ein Selbst, das aus disparaten Erfahrungen zusammengesetzt ist, aber irgendwie kohärent in seiner Vielheit.

Die gestischen schwarzen Linien fungieren sowohl als Eindämmung als auch als Einladung und deuten an, dass Struktur nicht existiert, um zu begrenzen, sondern um zu tanzen. Es gibt eine verwegene Zuversicht in dieser Figur, einen Charakter, der unmögliche Räume mit der Leichtigkeit von jemandem bewohnt, der nie an das Mögliche geglaubt hat. Die eckige Geometrie fragmentiert Identität nicht—sie multipliziert sie und bietet dem Betrachter einen Protagonisten, der gleichzeitig aus mehreren Perspektiven existiert. Dies ist postmoderne Porträtkunst in ihrer freudigsten Form: die konstruierte Natur des Selbstseins anerkennend, während sie die ästhetischen Freuden dieser Konstruktion feiert.

Art Review: Demolition (EN)

What we have here is Cubism for people who learned about Cubism from a Wikipedia article—all the fragmented planes with none of the intellectual rigor that made Braque and Picasso’s investigations meaningful. The “Laissez-Faire” of the title proves prophetic: the artist has indeed taken a hands-off approach to compositional logic, color harmony, and formal coherence. The figure looks less like a philosophical exploration of multiple perspectives and more like the aftermath of a geometry exam gone horribly wrong.

The garish color choices—that aggressive purple, the shouty orange—suggest an artist who believes volume can substitute for vision. There’s no dialogue between hues here, only chromatic shouting across the canvas. The angular construction of the face reads as arbitrary rather than intentional, lacking the careful consideration that distinguished analytical Cubism from mere decorative fragmentation. Compared to Lyonel Feininger’s sophisticated integration of angular forms or even Fernand Léger’s playful but precise geometric figures, this feels undergraduate—a pastiche of modernist vocabulary without understanding the grammar. The “Filou” isn’t clever; he’s just loud, wearing a coat of many colors to disguise the absence of substance beneath.

Kunstkritik: Verriss (DE)

Was wir hier haben, ist Kubismus für Leute, die über Kubismus aus einem Wikipedia-Artikel gelernt haben—all die fragmentierten Ebenen ohne die intellektuelle Strenge, die Braques und Picassos Untersuchungen bedeutsam machte. Das “Laissez-Faire” des Titels erweist sich als prophetisch: Der Künstler hat in der Tat einen Hands-off-Ansatz zur kompositorischen Logik, Farbharmonie und formalen Kohärenz gewählt. Die Figur sieht weniger aus wie eine philosophische Erkundung multipler Perspektiven und mehr wie die Nachwirkungen einer Geometrieprüfung, die schrecklich schiefgelaufen ist.

Die grellen Farbwahlen—dieses aggressive Lila, das schreiende Orange—deuten auf einen Künstler hin, die glaubt, Lautstärke könne Vision ersetzen. Es gibt hier keinen Dialog zwischen Farbtönen, nur chromatisches Schreien über die Leinwand. Die eckige Konstruktion des Gesichts liest sich als willkürlich statt intentional, ohne die sorgfältige Überlegung, die analytischen Kubismus von bloßer dekorativer Fragmentierung unterschied. Verglichen mit Lyonel Feiningers sophistizierter Integration eckiger Formen oder sogar Fernand Légers verspielten aber präzisen geometrischen Figuren fühlt sich dies studentisch an—ein Pastiche modernistischen Vokabulars ohne Verständnis der Grammatik. Der “Filou” ist nicht clever; er ist nur laut.


Stop searching for meaning. Your search is and remains in Dada hopeless and therefore meaningless.

Hör auf nach Sinn zu suchen. Deine Suche ist und bleibt im Dada aussichts- und damit sinnlos.


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