EN: It’s DaDa. Don’t search for (non-)sense, cause it’s senseless. Just enjoy the colors and the short story dada mind trip to break your Alltag.
DE: Es ist DaDa. Such nicht nach (Un-)Sinn, denn es ist sinnlos. Genieß einfach die Farben und den kurzen Dada-Gedankenausflug, um deinen Alltag zu brechen.
EN:
At Marienplatz, the artichoke-headed man boards the S-Bahn. His skull is composed entirely of geometric petals—lavender triangles, sky-blue trapezoids, burnt-orange lozenges—all layered like leaves closing around a tender heart that nobody has ever seen.
He sits across from me, his head catching the fluorescent light in impossible angles. Each petal hums a different frequency. The pink ones sing Tuesday. The brown ones taste like 4 PM.
“Ostbahnhof,” announces the voice, but the artichoke-man doesn’t move. His petals rustle softly, rearranging themselves. A blue triangle migrates to where an orange one stood. The magenta background of his skull pulses once, twice, like a heartbeat refusing to synchronize with the train’s rhythm.
I want to ask him: Does it hurt, being assembled each morning? Do your petals argue about hierarchy, about which color gets to face forward today?
But before I speak, he turns. Where his eyes should be, there are only more angles. Soft corners. Edges that apologize for being edges.
“Leuchtenbergring,” says the voice.
The artichoke-man stands. As he exits, one small brown petal detaches, floats to the floor. I pick it up. It’s warm. It smells like departure.
The train moves on. In my pocket, the petal begins to grow new geometry.
DE:
Am Marienplatz steigt der Artischocken-Mann in die S-Bahn. Sein Schädel besteht vollständig aus geometrischen Blättern – lavendelfarbene Dreiecke, himmelblaue Trapeze, braungebrannte Rauten – alle geschichtet wie Blätter, die sich um ein zartes Herz schließen, das niemand je gesehen hat.
Er setzt sich mir gegenüber, sein Kopf fängt das Neonlicht in unmöglichen Winkeln. Jedes Blatt summt eine andere Frequenz. Die rosafarbenen singen Dienstag. Die braunen schmecken nach 16 Uhr.
„Ostbahnhof”, verkündet die Stimme, aber der Artischocken-Mann bewegt sich nicht. Seine Blätter rascheln leise, ordnen sich neu. Ein blaues Dreieck wandert dorthin, wo eben noch ein oranges stand. Der magentafarbene Hintergrund seines Schädels pulsiert einmal, zweimal, wie ein Herzschlag, der sich weigert, sich dem Rhythmus des Zuges anzupassen.
Ich möchte ihn fragen: Tut es weh, jeden Morgen zusammengesetzt zu werden? Streiten deine Blätter über Hierarchien, darüber, welche Farbe heute nach vorne darf?
Doch bevor ich spreche, dreht er sich um. Wo seine Augen sein sollten, sind nur weitere Winkel. Sanfte Ecken. Kanten, die sich dafür entschuldigen, Kanten zu sein.
„Leuchtenbergring”, sagt die Stimme.
Der Artischocken-Mann steht auf. Als er aussteigt, löst sich ein kleines braunes Blatt, schwebt zu Boden. Ich hebe es auf. Es ist warm. Es riecht nach Abschied.
Der Zug fährt weiter. In meiner Tasche beginnt das Blatt, neue Geometrie zu wachsen.
Say thank you and good bye Dada, see here you tomorrow?!


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