It’s DaDa. Don’t search for (non-)sense, cause it’s senseless. Just enjoy the colors and the short story dada mind trip to break your Alltag.
Es ist DaDa. Such nicht nach (Un-)Sinn, denn es ist sinnlos. Genieß einfach die Farben und den kurzen Dada-Gedankenausflug, um deinen Alltag zu unterbrechen.
EN:
The confessional booth smelled of turquoise. Not the color itself, but what turquoise remembers when it dreams of being red. Sister Mantis folded her spindled arms behind the lattice, waiting. Her triangular head tilted at an angle geometry had not yet approved.
“Forgive me,” whispered the first penitent, “for I have committed yellow.” The mantis nodded slowly. Yellow was a grave sin this season, ever since it had refused to remain in its assigned quadrant and instead pooled in the lower registers where greens were breeding.
“Three Hail Magentas,” she prescribed, her mandibles clicking the ancient arithmetic of absolution.
The second confession arrived sideways, as most truths do. “I have allowed my edges to curve,” it admitted. The mantis understood. Curves were the original rebellion, the first shape to question the tyranny of the straight line. But curves carried their own penance – they were doomed to never quite meet themselves again.
“Go,” Sister Mantis said, “and sin no more in aquamarine.”
By evening, her ledger of transgressions had grown heavy: orange touching pink without permission, a rogue diagonal fleeing its perpendicular duty, that persistent white rectangle still insisting it was actually a portal. She blessed them all with compound eyes that saw in fractured spectrums.
When the last color departed, Sister Mantis closed the booth. In the silence, she heard her own confession rising: she had been collecting the sins, storing them in her thorax, building a small chapel there from stolen geometries.
Tomorrow she would confess to herself.
DE:
Der Beichtstuhl roch nach Türkis. Nicht nach der Farbe selbst, sondern nach dem, woran Türkis sich erinnert, wenn es davon träumt, Rot zu sein. Schwester Gottesanbeterin faltete ihre spindeligen Arme hinter dem Gitter und wartete. Ihr dreieckiger Kopf neigte sich in einem Winkel, den die Geometrie noch nicht genehmigt hatte.
“Vergib mir,” flüsterte der erste Büßer, “denn ich habe Gelb begangen.” Die Gottesanbeterin nickte langsam. Gelb war in dieser Saison eine schwere Sünde, seit es sich weigerte, in seinem zugewiesenen Quadranten zu bleiben, und sich stattdessen in den unteren Registern sammelte, wo die Grüntöne brüteten.
“Drei Gegrüßet-seist-du-Magenta,” verordnete sie, ihre Mundwerkzeuge klickten die uralte Arithmetik der Absolution.
Die zweite Beichte kam seitlich an, wie die meisten Wahrheiten. “Ich habe zugelassen, dass meine Kanten sich biegen,” gestand sie. Die Gottesanbeterin verstand. Kurven waren die ursprüngliche Rebellion, die erste Form, die die Tyrannei der geraden Linie infrage stellte. Aber Kurven trugen ihre eigene Buße – sie waren dazu verdammt, sich nie wieder ganz selbst zu begegnen.
“Geh,” sagte Schwester Gottesanbeterin, “und sündige nicht mehr in Aquamarin.”
Am Abend war ihr Register der Übertretungen schwer geworden: Orange berührte Rosa ohne Erlaubnis, eine rebellische Diagonale floh vor ihrer senkrechten Pflicht, jenes hartnäckige weiße Rechteck bestand immer noch darauf, eigentlich ein Portal zu sein. Sie segnete sie alle mit Facettenaugen, die in gebrochenen Spektren sahen.
Als die letzte Farbe ging, schloss Schwester Gottesanbeterin den Beichtstuhl. In der Stille hörte sie ihre eigene Beichte aufsteigen: Sie hatte die Sünden gesammelt, sie in ihrem Thorax gelagert, dort eine kleine Kapelle aus gestohlenen Geometrien gebaut.
Morgen würde sie sich selbst beichten.
Say thank you and good bye Dada, see here you tomorrow?!
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