The Architect built the staircase on a Thursday, but by Friday it had rearranged itself into Wednesday. Each step argued with the one above it about which direction was forward. Red insisted it led up. Yellow swore it went sideways. Turquoise claimed the whole thing was actually descending into next month.
“I counted twelve steps,” said the Architect, standing at the bottom with his notebook.
“We’re seventeen,” said the steps in unison.
“But I only painted twelve.”
“We multiplied when you weren’t looking.”
A woman made of perpendicular lines walked up the stairs, or down them, or both. She reached the top, which was also the bottom, and turned around to face herself coming the other way. “Excuse me,” she said to herself. “You’re in my way.”
“You’re in my past,” her other self replied.
The Architect tried to measure the angle of ascent, but his protractor kept returning values that hadn’t been invented yet: 47.3 degrees, minus twelve, and one reading that simply said “orange.”
“The problem,” announced a small green step that had been silent until now, “is that you’re all assuming staircases have a destination.”
“They don’t?” asked Red.
“No. We’re a philosophical exercise disguised as architecture. We lead from somewhere to the same somewhere, via everywhere else.”
The Architect closed his notebook. The stairs celebrated by rotating ninety degrees. A ceiling became a wall. A wall remembered being a floor. And somewhere in the middle, the turquoise steps hummed quietly, pleased with their rebellion against vertical tyranny.
The Architect climbed them anyway, arriving exactly where he’d started, three hours before he left.
Die Treppendebatte
Der Architekt baute die Treppe an einem Donnerstag, aber bis Freitag hatte sie sich selbst in einen Mittwoch umsortiert. Jede Stufe stritt mit der darüberliegenden, welche Richtung vorwärts war. Rot bestand darauf, nach oben zu führen. Gelb schwor, seitwärts zu gehen. Türkis behauptete, das Ganze steige eigentlich in den nächsten Monat hinab.
„Ich habe zwölf Stufen gezählt”, sagte der Architekt und stand mit seinem Notizbuch unten.
„Wir sind siebzehn”, sagten die Stufen im Chor.
„Aber ich habe nur zwölf gemalt.”
„Wir haben uns vermehrt, als du nicht hingeschaut hast.”
Eine Frau aus senkrechten Linien ging die Treppe hinauf, oder hinunter, oder beides. Sie erreichte das obere Ende, das gleichzeitig das untere war, und drehte sich um, um sich selbst entgegenzukommen. „Entschuldigung”, sagte sie zu sich. „Du bist mir im Weg.”
„Du bist in meiner Vergangenheit”, antwortete ihr anderes Ich.
Der Architekt versuchte, den Steigungswinkel zu messen, aber sein Winkelmesser gab nur Werte zurück, die noch nicht erfunden waren: 47,3 Grad, minus zwölf, und eine Messung, die einfach „orange” sagte.
„Das Problem”, verkündete eine kleine grüne Stufe, die bis jetzt geschwiegen hatte, „ist, dass ihr alle annehmt, Treppen hätten ein Ziel.”
„Haben sie nicht?”, fragte Rot.
„Nein. Wir sind eine philosophische Übung, getarnt als Architektur. Wir führen von irgendwo zum selben irgendwo, via überall sonst.”
Der Architekt klappte sein Notizbuch zu. Die Treppe feierte, indem sie sich um neunzig Grad drehte. Eine Decke wurde zur Wand. Eine Wand erinnerte sich, ein Boden gewesen zu sein. Und irgendwo in der Mitte summten die türkisfarbenen Stufen leise, zufrieden mit ihrer Rebellion gegen die vertikale Tyrannei.
Der Architekt stieg sie trotzdem hinauf und kam genau dort an, wo er gestartet war, drei Stunden bevor er aufgebrochen war.
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