These hashtags celebrate this picture / Diese Hashtags feiern das Bild:
#DissolvedPortrait #TransitAnxiety #LiquidIdentity #PsychologicalTopography #ColorMelting #Dada #Art #Kunst
DADA EN
The face learned to liquefy at Ostbahnhof. Between Leuchtenbergring and Berg am Laim, pink announced it could no longer hold edges— cyan agreed, but only in circular motions.
Eyes became whirlpools consulting timetables, each blink a station missed, each stare a connection dissolving into coral uncertainty.
The mouth forgot whether it was arriving or departing. Cheekbones turned turquoise with the effort of remaining recognizable.
By Trudering, the portrait had learned that faces are just suggestions the mirror makes.
DADA DE
Das Gesicht lernte am Ostbahnhof zu verflüssigen. Zwischen Leuchtenbergring und Berg am Laim verkündete Rosa, es könne keine Kanten mehr halten— Cyan stimmte zu, aber nur in kreisenden Bewegungen.
Augen wurden zu Strudeln, die Fahrpläne konsultierten, jedes Blinzeln eine verpasste Station, jeder Blick eine Verbindung, die sich in korallfarbener Ungewissheit auflöste.
Der Mund vergaß, ob er ankam oder abfuhr. Wangenknochen färbten sich türkis vor Anstrengung, erkennbar zu bleiben.
In Trudering hatte das Porträt gelernt, dass Gesichter nur Vorschläge sind, die der Spiegel macht.
Art Review: Celebration (EN)
This work captures the psychological vertigo of urban transit with remarkable chromatic intelligence. The artist has discovered something profound about how identity destabilizes in public space—the face becomes permeable, boundaries blur between self and surroundings. The swirling, almost liquefying forms suggest a portrait caught mid-transformation, oscillating between recognition and dissolution. What’s particularly compelling is the color orchestration: the lavenders and pinks create an unexpected tenderness, while the cyan and coral inject an almost feverish energy. The circular eye forms draw the viewer into hypnotic whirlpools that mirror the disorienting experience of being simultaneously present and absent during daily commutes. There’s a sophisticated understanding here of how Fauvism’s bold color can be channeled toward psychological rather than purely visual ends. The gestural brushwork suggests both urgency and exhaustion—the exact emotional register of rush hour existence. This is portraiture that abandons likeness in favor of capturing something more essential: the feeling of selfhood under pressure, identity as fluid rather than fixed.
Kunstkritik: Feier (DE)
Dieses Werk erfasst den psychologischen Schwindel des urbanen Transits mit bemerkenswerter chromatischer Intelligenz. Der Künstler hat etwas Tiefgreifendes darüber entdeckt, wie Identität im öffentlichen Raum destabilisiert—das Gesicht wird durchlässig, Grenzen verschwimmen zwischen Selbst und Umgebung. Die wirbelnden, fast verflüssigenden Formen suggerieren ein Porträt, das mitten in der Transformation gefangen ist, oszillierend zwischen Erkennung und Auflösung. Besonders überzeugend ist die Farborchestration: die Lavendel- und Rosatöne schaffen eine unerwartete Zärtlichkeit, während Cyan und Koralle eine geradezu fiebrige Energie einbringen. Die kreisförmigen Augenformen ziehen den Betrachter in hypnotische Strudel, die die desorientierende Erfahrung spiegeln, während des täglichen Pendelns gleichzeitig anwesend und abwesend zu sein. Hier zeigt sich ein ausgefeiltes Verständnis dafür, wie die kühne Farbe des Fauvismus in psychologische statt rein visuelle Zwecke gelenkt werden kann. Der gestische Pinselduktus suggeriert sowohl Dringlichkeit als auch Erschöpfung—genau das emotionale Register der Rush-Hour-Existenz.
Art Review: Demolition (EN)
This piece tries too hard to manufacture profundity from what amounts to technical incoherence. The swirling forms aspire to psychological complexity but achieve only muddy confusion—there’s a crucial difference between intentional ambiguity and compositional indecision. The color palette, while bright, lacks sophistication; the artist simply throws pastels at the canvas hoping chromatic chaos will read as emotional depth. The portrait elements—if we can call them that—hover between abstraction and figuration without committing to either, resulting in a work that satisfies neither camp. The brushwork betrays hesitation disguised as spontaneity; these aren’t confident gestures but tentative marks dressed up in fluorescent colors. What this piece fundamentally misunderstands is that psychological portraiture requires some anchor point for the viewer—some thread of recognition to make the dissolution meaningful. Instead, we get a vaguely face-shaped blob that could just as easily be titled “Confusion at Any Transit Stop Anywhere.” The S-Bahn specificity feels tacked on, a desperate attempt to ground what is essentially decorative swirling in some kind of conceptual legitimacy.
Kunstkritik: Verriss (DE)
Dieses Stück versucht zu sehr, Tiefgründigkeit aus dem zu fabrizieren, was letztlich technische Inkohärenz ist. Die wirbelnden Formen streben nach psychologischer Komplexität, erreichen aber nur trübe Verwirrung—es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen intentionaler Mehrdeutigkeit und kompositorischer Unentschlossenheit. Die Farbpalette ist zwar hell, aber es fehlt ihr an Raffinesse; der Künstler wirft einfach Pastelltöne auf die Leinwand in der Hoffnung, dass chromatisches Chaos als emotionale Tiefe gelesen wird. Die Porträtelemente—wenn wir sie so nennen können—schweben zwischen Abstraktion und Figuration, ohne sich für eine der beiden zu entscheiden, was zu einem Werk führt, das kein Lager zufriedenstellt. Der Pinselduktus verrät als Spontaneität getarnte Zögerlichkeit; dies sind keine selbstbewussten Gesten, sondern zaghafte Markierungen, die in fluoreszierenden Farben aufgeputzt sind. Was dieses Werk grundlegend missversteht: Psychologische Porträtkunst erfordert einen Ankerpunkt für den Betrachter—einen Faden der Erkennung, um die Auflösung bedeutsam zu machen. Stattdessen bekommen wir einen vage gesichtsförmigen Klecks, der ebenso gut “Verwirrung an irgendeiner Haltestelle irgendwo” heißen könnte. Die S-Bahn-Spezifizität wirkt aufgesetzt.
Stop searching for meaning. Your search is and remains in Dada hopeless and therefore meaningless.
Hör auf nach Sinn zu suchen. Deine Suche ist und bleibt im Dada aussichts- und damit sinnlos.
Discover more from SchWeinWelten.DE
Subscribe to get the latest posts sent to your email.





