The Woman Who Laughed Into Her Phone / Die Frau, die in ihr Handy laut lachte

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EN: It’s DaDa. Don’t search for (non-)sense, cause it’s senseless. Just enjoy the colors and the short story dada mind trip to break your Alltag.

DE: Es ist DaDa. Such nicht nach (Un-)Sinn, denn es ist sinnlos. Genieß einfach die Farben und den kurzen Dada-Gedankenausflug, um deinen Alltag zu brechen.


EN:

Her laughter arrived before she did.

It came in curved pink arcs, in turquoise crescents that bent the air between Sendlinger Tor and Goetheplatz. Each “ha” was a different color—bronze laughter, emerald laughter, violet laughter that tasted like Wednesday evening.

The other passengers tried to look away, but her joy had already painted itself across their retinas. The businessman’s newspaper absorbed a mint-green giggle and began growing rounded corners. The teenager’s headphones caught a coral chuckle and started playing songs backwards.

She sat in the center of the U-Bahn car, phone pressed to her ear, and her laughter fractured the morning into geometric celebrations. Navy arcs intersected with salmon half-moons. Forest green waves collided with lavender echoes. Each sound she made was a new shape that refused to dissipate.

“You didn’t!” she shrieked, and a golden crescent carved itself through the fluorescent light.

I watched as her laughter slowly reconstructed the subway car. The handrails curved more generously. The windows became softer at their edges. Even the recorded voice announcing “Hauptbahnhof” gained a slight upturn, as if it too had learned something about joy from her chaos.

When she finally hung up, the silence that followed was still colorful. Her laughter had stained the air permanently. We all sat inside her happiness, wearing it like an unwanted gift we’d secretly been waiting for all winter.

At Karlsplatz, she stood and walked away, leaving nothing but bent light and passengers who couldn’t quite remember why they’d been so serious.

The shapes she’d painted kept spinning, slowly, like prayer wheels made of sound.


DE:

Ihr Lachen kam vor ihr an.

Es kam in geschwungenen rosa Bögen, in türkisfarbenen Halbmonden, die die Luft zwischen Sendlinger Tor und Goetheplatz bogen. Jedes “ha” hatte eine andere Farbe – bronzenes Lachen, smaragdenes Lachen, violettes Lachen, das nach Mittwochabend schmeckte.

Die anderen Fahrgäste versuchten wegzuschauen, aber ihre Freude hatte sich bereits auf ihre Netzhaut gemalt. Die Zeitung des Geschäftsmannes absorbierte ein mintgrünes Kichern und begann, runde Ecken zu wachsen. Die Kopfhörer der Jugendlichen fingen ein korallfarbenes Glucksen auf und spielten plötzlich Lieder rückwärts ab.

Sie saß in der Mitte des U-Bahn-Wagens, das Handy ans Ohr gepresst, und ihr Lachen zerbrach den Morgen in geometrische Feiern. Marineblaue Bögen kreuzten sich mit lachsfarbenen Halbmonden. Waldgrüne Wellen kollidierten mit lavendelfarbenen Echos. Jeder Laut, den sie machte, war eine neue Form, die sich weigerte zu verfliegen.

„Das hast du nicht!” kreischte sie, und ein goldener Halbmond schnitt sich durch das Neonlicht.

Ich beobachtete, wie ihr Lachen langsam den U-Bahn-Wagen rekonstruierte. Die Haltestangen bogen sich großzügiger. Die Fenster wurden weicher an ihren Kanten. Sogar die aufgezeichnete Stimme, die „Hauptbahnhof” verkündete, gewann eine leichte Hebung, als hätte auch sie etwas über Freude von ihrem Chaos gelernt.

Als sie endlich auflegte, war die folgende Stille immer noch bunt. Ihr Lachen hatte die Luft permanent gefärbt. Wir alle saßen in ihrer Glückseligkeit, trugen sie wie ein ungewolltes Geschenk, auf das wir heimlich den ganzen Winter gewartet hatten.

Am Karlsplatz stand sie auf und ging davon, ließ nichts zurück als gebogenes Licht und Fahrgäste, die sich nicht mehr erinnern konnten, warum sie so ernst gewesen waren.

Die Formen, die sie gemalt hatte, drehten sich weiter, langsam, wie Gebetsmühlen aus Klang.


Say thank you and good bye Dada, see here you tomorrow?!

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