It’s DaDa. Don’t search for (non-)sense, cause it’s senseless. Just enjoy the colors and the short story dada mind trip to break your Alltag.
Es ist DaDa. Such nicht nach (Un-)Sinn, denn es ist sinnlos. Genieß einfach die Farben und den kurzen Dada-Gedankenausflug, um deinen Alltag zu unterbrechen.
EN:
On this side of the mirror, the lines dance loosely. They haven’t yet learned to worry. Pink still believes it can exist without apologizing to green. The curves make promises they intend to keep—at least until Thursday.
But through the glass, on the other side, everything tightens.
The same lines, but denser now. Compressed by the weight of being reflected. Over there, turquoise has signed a contract with yellow, binding them in perpetual negotiation. The loops tangle into knots that the mirror invented just to prove it could.
A black line crosses from one side to the other. It’s the only one brave enough.
“How is it over there?” asks Pink-on-this-side.
“Quieter,” answers Pink-on-that-side. “But the quiet has teeth.”
The mirror itself hums between them—a membrane of silver that believes it’s transparent but knows it’s lying. It doesn’t reverse left and right, as mirrors are supposed to. Instead, it reverses certainty and doubt. This side holds the question marks; that side stores the forgotten answers.
At midnight, when no colors are watching, the mirror tries to step through itself. It wants to know what it would feel like to be on both sides at once—to be the question and the answer, the dance and the tangle, the promise and the knot.
But mirrors are cursed to only ever see themselves seeing.
By morning, the lines have shifted again. What was loose has tightened. What was dense has begun to breathe. Pink and turquoise trade places without anyone noticing, and the black line that crossed over never comes back.
It’s happier in the in-between.
DE:
Auf dieser Seite des Spiegels tanzen die Linien locker. Sie haben noch nicht gelernt, sich Sorgen zu machen. Pink glaubt noch, es könne existieren, ohne sich bei Grün zu entschuldigen. Die Kurven machen Versprechen, die sie zu halten gedenken—zumindest bis Donnerstag.
Doch durch das Glas, auf der anderen Seite, verdichtet sich alles.
Dieselben Linien, aber dichter jetzt. Komprimiert vom Gewicht des Reflektiertwerdens. Dort drüben hat Türkis einen Vertrag mit Gelb unterschrieben, der sie in ewige Verhandlung zwingt. Die Schlaufen verknoten sich zu Knoten, die der Spiegel erfand, nur um zu beweisen, dass er es kann.
Eine schwarze Linie überquert von einer Seite zur anderen. Sie ist die einzige, die mutig genug ist.
“Wie ist es dort drüben?” fragt Pink-auf-dieser-Seite.
“Stiller,” antwortet Pink-auf-jener-Seite. “Aber die Stille hat Zähne.”
Der Spiegel selbst summt zwischen ihnen—eine Membran aus Silber, die glaubt, sie sei transparent, aber weiß, dass sie lügt. Er kehrt nicht links und rechts um, wie Spiegel es tun sollen. Stattdessen kehrt er Gewissheit und Zweifel um. Diese Seite hält die Fragezeichen; jene Seite bewahrt die vergessenen Antworten.
Um Mitternacht, wenn keine Farben zusehen, versucht der Spiegel, durch sich selbst hindurchzutreten. Er will wissen, wie es sich anfühlen würde, auf beiden Seiten zugleich zu sein—Frage und Antwort zu sein, Tanz und Knäuel, Versprechen und Knoten.
Aber Spiegel sind verflucht, immer nur sich selbst beim Sehen zu sehen.
Am Morgen haben sich die Linien wieder verschoben. Was locker war, hat sich verdichtet. Was dicht war, hat begonnen zu atmen. Pink und Türkis tauschen die Plätze, ohne dass es jemand bemerkt, und die schwarze Linie, die hinüberging, kommt nie zurück.
Sie ist glücklicher im Dazwischen.

Say thank you and good bye Dada, see here you tomorrow?!


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