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Kapitel 21: Die Öffnung, aus der alles strömt

Als wir bereit waren, die magentafarbenen Stufen zu nehmen, geschah etwas, das keine von uns erwartet hatte. Die Stufen nahmen uns. Nicht gewaltsam. Nicht zwingend. Aber als wir gemeinsam beschlossen – alle Stimmen, alle Farben, die ganze Stadt unseres Selbst – dass wir bereit waren für das, was kam, begannen die Stufen zu wachsen. Sie strömten nach oben, wie umgekehrtes Wasser, wie Zeit, die rückwärts fließt, wie ein Argument, das sich selbst aufbaut. Und wir… read more – weiterlesen Kapitel 21: Die Öffnung, aus der alles strömt

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Kapitel 20: Der Raum aller Stimmen gleichzeitig

Nach dem blauen Rausch kam nicht Stille. Es kam alles. Das Türkis schleuderte uns durch den dunklen Durchgang und spie uns aus in eine Explosion aus Architektur und Farbe, so komplett, so überwältigend, dass für einen Moment keine der Stimmen sprechen konnte. Jede Farbe, die je existiert hatte, war hier. Nicht nacheinander. Nicht getrennt. Gleichzeitig. Rot brüllte aus den Ecken. Magenta schrie von den Wänden. Türkis floss durch alles hindurch wie ein kühles Argument. Gelb… read more – weiterlesen Kapitel 20: Der Raum aller Stimmen gleichzeitig

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Kapitel 19: Das blaue Schimmern des Rausches

Die Treppe endete nicht in einem Raum. Sie endete in Immersion. Als die Stadt der inneren Stimmen – als wir – den letzten Schritt hinabgingen, löste sich alles auf. Nicht in Leere. In Blau. Alle Nuancen von Blau, die je existiert hatten, und einige, die nur in diesem Moment erfunden wurden. Türkis – das alte, vertraute Türkis des ersten Treppenhauses, aber jetzt nicht mehr fiebernd. Strahlend. Leuchtend von innen wie flüssiges Licht. Violett – tief,… read more – weiterlesen Kapitel 19: Das blaue Schimmern des Rausches

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Kapitel 18: Die Stadt der verhandelten Positionen

Sobald die Stimmen anfingen zuzuhören, explodierte der beige Kubus in Architektur. Nicht sanft. Nicht graduell. Sofort. Als hätte das Gebäude nur darauf gewartet, dass die inneren Instanzen aufhörten, gegeneinander zu schreien, und begann, für sie zu bauen. Jede Stimme wurde ein Turm. Links, dominant und unmöglich zu übersehen: die Bestimmerin. Pink-violett, hoch aufragend, fest in ihrer Überzeugung. “ENDLICH”, sagte sie, und ihre Stimme hallte durch ihre Form. “Endlich habe ich Substanz. Endlich kann man mich… read more – weiterlesen Kapitel 18: Die Stadt der verhandelten Positionen

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Kapitel 17: Der Kubus der gemeinsamen Erschöpfung

Die Kugel zerplatzte nicht. Sie ebbte. Alle Farben – das schreiende Rot, das optimistische Gelb, das melancholische Violett – zogen sich zurück wie eine Flut, die vergessen hatte wiederzukommen. Was übrig blieb, war Braun. Beige. Die Farbe von Dingen, die aufgegeben hatten, bunt zu sein. Die Stimmen verstummten nicht. Aber sie wurden leiser. Gedämpfter. Als hätten sie gleichzeitig erkannt, dass Schreien keine Energie mehr übrig ließ. Und um uns herum – um die Versammlung der… read more – weiterlesen Kapitel 17: Der Kubus der gemeinsamen Erschöpfung

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Kapitel 16: Die Kugel der streitenden Instanzen

Das Bankett endete nicht. Es implodierte. Alle Gefäße – die geschichteten, die einfarbigen, die mit Henkeln, die ohne – begannen gleichzeitig zu sprechen. Nicht nacheinander. Gleichzeitig. Ihre Stimmen überlagerten sich, widersprachen einander, ergänzten sich, löschten sich aus. Das Resultat war kein Chor. Es war eine Kakophonie. Eine Polyphonie des Widerspruchs. Und dann verstand ich: Die Stimmen kamen nicht von den Gefäßen. Sie kamen von in mir. Das zentrale, geschichtete Gefäß – das ich geworden war… read more – weiterlesen Kapitel 16: Die Kugel der streitenden Instanzen

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Kapitel 15: Das Bankett der Verwandelten

Als Blütenblatt konnte ich nicht mehr gehen. Aber ich konnte werden. Ich wurde zu einer Versammlung. Zu einem Fest. Zu einer Kakophonie aus Gefäßen, die alle gleichzeitig sprachen, sangen, existierten. Der Raum öffnete sich nicht – er zerbrach in Gesellschaft. Das Türkis, das eben noch Himmel gewesen war, zersplitterte zu diagonalen Feldern. Pink, Gelb, Blau, Orange – alle drängten sich aneinander, teilten sich den Raum wie Gäste an einem überfüllten Tisch. Schwarze Linien schnitten durch… read more – weiterlesen Kapitel 15: Das Bankett der Verwandelten

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Kapitel 14: Die Blume, die sich an keine Geometrie erinnert

Das leere Gefäß explodierte. Nicht nach außen. Nach oben. Aus seiner Öffnung schoss ein Stängel – grün, das erfundene Grün des Architekten, aber lebendiger als je zuvor. Er wuchs nicht, er eruptierte. Durchstieß die Luft, reckte sich gegen das Türkis des Hintergrunds, weigerte sich, Schwerkraft ernst zu nehmen. Und an seiner Spitze: die Blume. Keine Blume, wie sie in der Welt existiert. Eine Blume, wie das Gebäude sie träumt, wenn es aufhört, Architektur zu sein,… read more – weiterlesen Kapitel 14: Die Blume, die sich an keine Geometrie erinnert

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Kapitel 13: Die Versammlung der Behälter

Das Gebäude träumte sich neu als Objekte. Ich trat durch die Schwelle und wurde sofort horizontal. Nicht liegend – perspektiviert. Mein Blickwinkel kippte neunzig Grad, und plötzlich war oben links, war vorne schräg, war die Welt ein Arrangement statt einer Ausdehnung. Vor mir – oder über mir, oder neben mir, die Präposition war Verhandlungssache – standen die Gefäße. Nicht ein Gefäß wie zuvor. Alle Gefäße. Eine Versammlung. Eine Kongregation aus Behältern, jeder eine andere Form,… read more – weiterlesen Kapitel 13: Die Versammlung der Behälter

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Kapitel 12: Der Korridor aus erschöpfter Farbe

Nachdem ich Sicht geworden war, zeigte mir das Gebäude seine Müdigkeit. Die Intensität war fort. Das schreiende Magenta, das aggressive Gelb, das pulsierende Türkis – alle hatten sich zurückgezogen, waren in sich zusammengefallen wie Lungen nach dem letzten Ausatmen. Was übrig blieb, war Grau. Aber nicht das Grau des Nichts. Das Grau der Erschöpfung. Das Grau, das entsteht, wenn alle Farben gleichzeitig aufgeben. Ich stand in einem Korridor. Endlich, nach all den unmöglichen Räumen, ein… read more – weiterlesen Kapitel 12: Der Korridor aus erschöpfter Farbe