The Masks Refused to Celebrate / Die Masken weigerten sich zu feiern

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EN: It’s DaDa. Don’t search for (non-)sense, cause it’s senseless. Just enjoy the colors and the short story dada mind trip to interrupt your Alltag.

DE: Es ist DaDa. Such nicht nach (Un-)Sinn, denn es ist sinnlos. Genieß einfach die Farben und den kurzen Dada-Gedankenausflug, um deinen Alltag zu unterbrechen.


EN:

The blue figures gathered in the sketch like reluctant guests at a party they hadn’t chosen to attend. Above them, a halo floated – not divine, just tired, the kind of circle that appears when you’ve smiled too long at strangers.

“It’s Fasching,” announced the confetti in pink and yellow and turquoise, falling sideways because even gravity found the whole affair exhausting.

“We know,” said the faces. “We’re just not in the mood.”

The top figure wore its carnival expression like borrowed clothing – technically correct but fundamentally uncomfortable. Its eyes were hollow ovals, the kind of emptiness that comes from pretending joy is mandatory. The middle face had given up entirely, its features simplified to the bare minimum required for social participation.

Below, the forms multiplied in quiet rebellion. They sketched themselves loosely, refusing the commitment of solid lines. If you’re going to force us to celebrate, their contours seemed to say, we’ll at least remain vague about it.

The confetti dots accumulated in strategic places – pink near the eyes like unshed tears of obligation, yellow at the edges where escape routes should be, turquoise scattered randomly because sometimes chaos is the only honest response to forced merriment.

“Everyone else is celebrating,” whispered the halo, spinning slowly overhead.

“Everyone else can keep their trumpets and their costumes,” replied the bottommost figure, already dissolving into abstraction. “We’ll be here, politely existing in pale blue, waiting for Ash Wednesday when we’re allowed to be quiet again.”

The sketch held them all suspended in that peculiar limbo between participation and refusal, between the demand to be festive and the honesty of admitting you’d rather just be left alone with your melancholy and your soft blue outline.

By evening, the confetti would settle like dust on forgotten obligations, and the masks would finally remove themselves, revealing nothing underneath but more blue, more sketch lines, more gentle insistence that some of us were never meant for carnival.


DE:

Die blauen Figuren versammelten sich in der Skizze wie widerwillige Gäste auf einer Party, zu der sie nicht eingeladen werden wollten. Über ihnen schwebte ein Heiligenschein – nicht göttlich, nur müde, die Art Kreis, der erscheint, wenn man zu lange Fremde angelächelt hat.

„Es ist Fasching”, verkündeten die Konfetti in Rosa und Gelb und Türkis, zur Seite fallend, weil selbst die Schwerkraft die ganze Angelegenheit erschöpfend fand.

„Wir wissen”, sagten die Gesichter. „Wir sind nur nicht in der Stimmung.”

Die obere Figur trug ihren karnevalistischen Ausdruck wie geliehene Kleidung – technisch korrekt, aber grundsätzlich unbequem. Ihre Augen waren hohle Ovale, die Art Leere, die entsteht, wenn man so tut, als sei Freude verpflichtend. Das mittlere Gesicht hatte komplett aufgegeben, seine Züge aufs Minimum reduziert, das für soziale Teilnahme erforderlich war.

Unten vermehrten sich die Formen in leisem Aufruhr. Sie skizzierten sich locker, verweigerten das Commitment fester Linien. Wenn ihr uns schon zum Feiern zwingen wollt, schienen ihre Konturen zu sagen, bleiben wir wenigstens vage dabei.

Die Konfetti-Punkte sammelten sich an strategischen Stellen – Rosa nahe den Augen wie ungeweinten Tränen der Verpflichtung, Gelb an den Rändern, wo Fluchtwege sein sollten, Türkis willkürlich verstreut, weil manchmal Chaos die einzige ehrliche Antwort auf erzwungene Fröhlichkeit ist.

„Alle anderen feiern”, flüsterte der Heiligenschein, langsam über ihnen kreisend.

„Die anderen können ihre Trompeten und Kostüme behalten”, antwortete die unterste Figur, schon in Abstraktion auflösend. „Wir werden hier sein, höflich in Hellblau existierend, wartend auf Aschermittwoch, wenn wir wieder still sein dürfen.”

Die Skizze hielt sie alle schwebend in diesem besonderen Limbo zwischen Teilnahme und Verweigerung, zwischen der Forderung festlich zu sein und der Ehrlichkeit zuzugeben, dass man lieber einfach in Ruhe gelassen werden möchte mit seiner Melancholie und seiner sanften blauen Kontur.

Bis zum Abend würde das Konfetti sich setzen wie Staub auf vergessenen Verpflichtungen, und die Masken würden sich endlich selbst abnehmen, nichts darunter enthüllend als mehr Blau, mehr Skizzenlinien, mehr sanftes Beharren darauf, dass manche von uns nie für Karneval gemacht waren.


Say thank you and good bye Dada, see here you tomorrow?!

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