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#FragmentedUrgency #ColorInsurrection #GeometricAnxiety #AbstractTumultuousness #PaintedChaos #Dada #Art #Kunst
DADA EN
The blue squares decided they were tired of adjacency. Each stroke declared independence at dawn, while red insisted on occupying every third breath. Orange negotiated treaties with yellow— all broken by noon when turquoise announced it had always been the color of urgency.
The canvas forgot it was flat. Depth arrived uninvited, bringing geometric anxiety and a manifesto written in brushstrokes that contradicted themselves mid-sentence.
By evening, the painting had become a city where every citizen spoke a different direction.
DADA DE
Die blauen Vierecke beschlossen, sie seien der Nachbarschaft müde. Jeder Pinselstrich erklärte im Morgengrauen die Unabhängigkeit, während Rot darauf bestand, jeden dritten Atemzug zu besetzen. Orange verhandelte Verträge mit Gelb— alle gebrochen um Mittag, als Türkis verkündete, es sei schon immer die Farbe der Dringlichkeit gewesen.
Die Leinwand vergaß, dass sie flach war. Tiefe kam uneingeladen, brachte geometrische Angst und ein Manifest, geschrieben in Pinselstrichen, die sich mitten im Satz widersprachen.
Am Abend war das Gemälde zur Stadt geworden, in der jeder Bürger eine andere Richtung sprach.
Art Review: Celebration (EN)
This explosive composition achieves what few contemporary abstract works dare: it transforms chromatic chaos into visual urgency. The artist’s command of color relationships—particularly the electric dialogue between cyan and coral—creates a pulsating rhythm that refuses resolution. There’s a sophisticated understanding here of how saturated hues can generate spatial depth without relying on traditional perspective. The brushwork demonstrates remarkable confidence; each stroke maintains its integrity while contributing to the overall tumult. What distinguishes this piece is its refusal of hierarchy—no color dominates, no form takes precedence. Instead, we witness a democratic rebellion of shapes and tones, each claiming equal weight in this painted parliament of chaos. The work vibrates with an almost anxious energy, capturing something essential about our fragmented contemporary experience. This is abstract expressionism that doesn’t simply reference the movement’s history but activates its radical spirit for our overstimulated moment.
Kunstkritik: Feier (DE)
Diese explosive Komposition erreicht, was nur wenige zeitgenössische abstrakte Werke wagen: Sie verwandelt chromatisches Chaos in visuelle Dringlichkeit. Die Beherrschung der Farbbeziehungen durch den Künstler—insbesondere der elektrische Dialog zwischen Cyan und Koralle—schafft einen pulsierenden Rhythmus, der sich jeder Auflösung verweigert. Hier zeigt sich ein ausgefeiltes Verständnis dafür, wie gesättigte Farbtöne räumliche Tiefe erzeugen können, ohne auf traditionelle Perspektive zurückzugreifen. Der Pinselduktus demonstriert bemerkenswerte Selbstsicherheit; jeder Strich bewahrt seine Integrität und trägt dennoch zum Gesamttumult bei. Was dieses Werk auszeichnet, ist seine Weigerung, Hierarchien zu etablieren—keine Farbe dominiert, keine Form nimmt Vorrang ein. Stattdessen erleben wir eine demokratische Rebellion von Formen und Tönen, von denen jede gleiches Gewicht in diesem gemalten Parlament des Chaos beansprucht. Das Werk vibriert mit einer geradezu nervösen Energie und erfasst etwas Wesentliches über unsere fragmentierte Gegenwartserfahrung.
Art Review: Demolition (EN)
One struggles to find the “unpostponable matter” promised by this work’s title amid such undisciplined color application. The composition suffers from what might be called democratic paralysis—with every element shouting for attention, nothing ultimately communicates. The brushwork, while energetic, lacks the structural intelligence that separates compelling chaos from mere visual noise. There’s an uncomfortable sense that the artist confused busyness with complexity, filling every square centimeter without considering negative space or visual breathing room. The color palette, though vibrant, becomes exhausting rather than energizing—a chromatic assault that numbs rather than awakens perception. Technical execution reveals hasty decisions: edges blur where they should define, forms compete where they should converse. What this piece fundamentally lacks is restraint. Abstract expressionism’s power lies in its ability to suggest order within chaos, but here we find only chaos celebrating itself. The work feels like an undergraduate exercise in “going bold”—enthusiastic but ultimately superficial in its understanding of what makes abstract painting resonate beyond initial impact.
Kunstkritik: Verriss (DE)
Man sucht vergeblich nach der “unaufschiebbaren Angelegenheit”, die der Titel dieses Werks verspricht, inmitten einer derart undisziplinierten Farbapplikation. Die Komposition leidet an dem, was man demokratische Paralyse nennen könnte—wenn jedes Element um Aufmerksamkeit schreit, kommuniziert letztlich nichts. Der Pinselduktus mag energiegeladen sein, doch fehlt ihm die strukturelle Intelligenz, die überzeugendes Chaos von bloßem visuellen Lärm unterscheidet. Es entsteht der unbehagliche Eindruck, der Künstler habe Geschäftigkeit mit Komplexität verwechselt und jeden Quadratzentimeter gefüllt, ohne Negativraum oder visuelle Atempausen zu berücksichtigen. Die Farbpalette ist zwar lebhaft, wird aber ermüdend statt energetisierend—ein chromatischer Angriff, der die Wahrnehmung eher betäubt als erweckt. Die technische Ausführung offenbart hastige Entscheidungen: Kanten verschwimmen, wo sie definieren sollten, Formen konkurrieren, wo sie konversieren sollten. Was diesem Werk grundlegend fehlt, ist Zurückhaltung. Die Kraft des Abstrakten Expressionismus liegt in seiner Fähigkeit, Ordnung im Chaos anzudeuten, doch hier finden wir nur Chaos, das sich selbst feiert. Das Werk wirkt wie eine Semesterarbeit zum Thema “Sei mutig”—enthusiastisch, aber letztlich oberflächlich.
Stop searching for meaning. Your search is and remains in Dada hopeless and therefore meaningless.
Hör auf nach Sinn zu suchen. Deine Suche ist und bleibt im Dada aussichts- und damit sinnlos.
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