Through the Mirror Fallen: When Reflections Argue / Durch den Spiegel gefallen: Wenn Spiegelbilder streiten


EN

It’s DaDa. Don’t search for (non-)sense, cause it’s senseless. Just enjoy the colors and the short story dada mind trip to break your Alltag.


The first canvas insisted it was the original. “Look at my lines,” it said, drawing circles in the air with its black choreography. “I am order attempting chaos. I am the score before the orchestra dissolves.”

The second canvas laughed softly, a sound like watercolors meeting rain. “You’re not the original,” it whispered. “You’re the memory of what we used to be. I am what happens after—when the lines give up their tyranny and the colors finally breathe.”

They had been separated at birth by a mirror that never existed. Or perhaps the mirror existed too much, so thoroughly that it forgot which side was real and which was reflected. The Architect had designed it that way on purpose—a mirror that creates rather than duplicates.

“I contain faces,” announced the first canvas, pointing to the swirling suggestions of eyes and mouth caught in its black net. “See? Identity trapped in structure.”

“I contain dissolutions,” countered the second. “Those same faces, but freed. Melted. Returned to the democracy of color where every hue gets an equal vote in what happens next.”

The Color Commissioner examined both carefully. She held her verdict in a sealed envelope for three hundred years, which in mirror-time equals approximately seventeen seconds.

“You’re both wrong,” she finally declared. “You’re not mirror images at all. You’re before and after someone walked through the reflection and forgot which side they entered from.”

The first canvas turned rigid, its black lines tightening. The second canvas began to drift, its colors migrating toward the edges.

“So which one is real?” they asked in unison, which came out as a single question split across two entirely different languages—one geometric, one liquid.

The mirror between them, still not existing and therefore existing perfectly, offered no answer. It simply continued its work: making one thing into two, making two things into questions, making questions into colors that refuse to stay on their designated sides of impossible surfaces.


Say thank you and good bye Dada, see here you tomorrow?!


DE

Es ist DaDa. Such nicht nach (Un-)Sinn, denn es ist sinnlos. Genieß einfach die Farben und den kurzen Dada-Gedankenausflug, um deinen Alltag zu unterbrechen.


Die erste Leinwand bestand darauf, das Original zu sein. “Sieh dir meine Linien an”, sagte sie und zeichnete Kreise in die Luft mit ihrer schwarzen Choreographie. “Ich bin Ordnung, die Chaos versucht. Ich bin die Partitur bevor das Orchester sich auflöst.”

Die zweite Leinwand lachte leise, ein Geräusch wie Wasserfarben, die auf Regen treffen. “Du bist nicht das Original”, flüsterte sie. “Du bist die Erinnerung an das, was wir einmal waren. Ich bin, was danach geschieht—wenn die Linien ihre Tyrannei aufgeben und die Farben endlich atmen.”

Sie waren bei der Geburt durch einen Spiegel getrennt worden, der nie existierte. Oder vielleicht existierte der Spiegel zu sehr, so gründlich, dass er vergaß, welche Seite real war und welche gespiegelt. Der Architekt hatte ihn absichtlich so entworfen—einen Spiegel, der erschafft statt zu duplizieren.

“Ich enthalte Gesichter”, verkündete die erste Leinwand und zeigte auf die wirbelnden Andeutungen von Augen und Mund, gefangen in ihrem schwarzen Netz. “Siehst du? Identität, gefangen in Struktur.”

“Ich enthalte Auflösungen”, konterte die zweite. “Dieselben Gesichter, aber befreit. Geschmolzen. Zurückgekehrt zur Demokratie der Farbe, wo jeder Farbton eine gleichberechtigte Stimme bekommt bei dem, was als Nächstes geschieht.”

Die Farbkommissarin untersuchte beide sorgfältig. Sie hielt ihr Urteil in einem versiegelten Umschlag für dreihundert Jahre fest, was in Spiegelzeit ungefähr siebzehn Sekunden entspricht.

“Ihr liegt beide falsch”, verkündete sie schließlich. “Ihr seid überhaupt keine Spiegelbilder. Ihr seid das Davor und Danach von jemandem, der durch die Reflexion ging und vergaß, von welcher Seite er hereinkam.”

Die erste Leinwand versteifte sich, ihre schwarzen Linien zogen sich zusammen. Die zweite Leinwand begann zu treiben, ihre Farben wanderten zu den Rändern.

“Also welche ist real?”, fragten sie im Chor, was als eine einzige Frage herauskam, aufgeteilt auf zwei völlig verschiedene Sprachen—eine geometrisch, eine flüssig.

Der Spiegel zwischen ihnen, immer noch nicht existierend und daher perfekt existierend, bot keine Antwort. Er setzte einfach seine Arbeit fort: ein Ding in zwei zu machen, zwei Dinge in Fragen zu machen, Fragen in Farben zu machen, die sich weigern, auf ihren zugewiesenen Seiten unmöglicher Oberflächen zu bleiben.


Say thank you and good bye Dada, see here you tomorrow?!

A soft, abstract artwork featuring a vibrant mix of colors and shapes, blending together to create a sense of fluidity and movement.

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