EN
It’s DaDa. Don’t search for (non-)sense, cause it’s senseless. Just enjoy the colors and the short story dada mind trip to break your Alltag.
The man woke up and couldn’t remember which color his face was supposed to be. This happens every seventeen Tuesdays, when the calendar forgets to turn and time stands sideways.
He looked in the mirror. Someone had shattered him overnight and reassembled the pieces wrong. Where his left eye used to watch for trains, now a magenta triangle argued with an orange square about the nature of seeing. “Vision,” insisted the magenta, “is not about light but about the weight of looking.” The orange disagreed in silence, which was the loudest form of disagreement.
His nose had emigrated to a confederation of yellow and purple trapezoids. They held referendums every morning about which direction was down. Today they voted for diagonal, which explained why breakfast smelled like the color of forgotten appointments.
The mouth tried to speak but found itself distributed across forty-three geometric provinces, each with its own accent. “I” came out as cyan. “Am” arrived in vermillion. “Here” never showed up at all—it got lost somewhere between the turquoise border and the gray checkpoint.
The Color Commissioner arrived with her clipboard. “You’ve violated the Unity Ordinance,” she announced. “A face must pretend to be singular.”
“But I am singular,” he protested, which came out as a Jackson Pollock sneeze across seven time zones.
“Exactly,” she said, stamping his forehead with a green pentagon of approval. “You’re singularly plural. That’s the third-worst kind of being.”
She left. The colors continued their council meeting. Someone proposed merger talks. Someone else threatened secession. His right eye, now a confederation of pink and black, simply watched and said nothing, because watching is what eyes do when identity forgets its own name.
By evening, his face had reorganized itself into a democracy of fragments. Nothing matched. Everything belonged.
Say thank you and good bye Dada, see here you tomorrow?!
DE
Es ist DaDa. Such nicht nach (Un-)Sinn, denn es ist sinnlos. Genieß einfach die Farben und den kurzen Dada-Gedankenausflug, um deinen Alltag zu unterbrechen.
Der Mann erwachte und konnte sich nicht erinnern, welche Farbe sein Gesicht haben sollte. Das passiert alle siebzehn Dienstage, wenn der Kalender vergisst sich umzudrehen und die Zeit seitlich steht.
Er schaute in den Spiegel. Jemand hatte ihn über Nacht zerschlagen und die Teile falsch wieder zusammengesetzt. Wo sein linkes Auge früher nach Zügen Ausschau hielt, stritt nun ein magentafarbenes Dreieck mit einem orangen Quadrat über die Natur des Sehens. “Sehen”, beharrte das Magenta, “geht nicht um Licht, sondern um das Gewicht des Hinschauens.” Das Orange widersprach in Stille, was die lauteste Form des Widerspruchs war.
Seine Nase war in eine Konföderation aus gelben und violetten Trapezen ausgewandert. Sie hielten jeden Morgen Volksabstimmungen darüber ab, welche Richtung unten war. Heute stimmten sie für diagonal, was erklärte, warum das Frühstück nach der Farbe verpasster Termine roch.
Der Mund versuchte zu sprechen, fand sich aber über dreiundvierzig geometrische Provinzen verteilt, jede mit eigenem Akzent. “Ich” kam als Cyan heraus. “Bin” traf in Zinnoberrot ein. “Hier” erschien gar nicht erst—es verlief sich irgendwo zwischen der türkisfarbenen Grenze und dem grauen Kontrollpunkt.
Die Farbkommissarin erschien mit ihrem Klemmbrett. “Sie haben gegen die Einheitsverordnung verstoßen”, verkündete sie. “Ein Gesicht muss so tun, als wäre es singulär.”
“Aber ich bin singulär”, protestierte er, was als Jackson-Pollock-Nieser über sieben Zeitzonen herauskam.
“Genau”, sagte sie und stempelte seine Stirn mit einem grünen Fünfeck der Genehmigung ab. “Sie sind singulär plural. Das ist die drittschlimmste Art des Seins.”
Sie ging. Die Farben setzten ihre Ratsversammlung fort. Jemand schlug Fusionsgespräche vor. Jemand anderes drohte mit Abspaltung. Sein rechtes Auge, nun eine Konföderation aus Rosa und Schwarz, schaute einfach zu und sagte nichts, denn Zuschauen ist das, was Augen tun, wenn die Identität ihren eigenen Namen vergisst.
Bis zum Abend hatte sein Gesicht sich in eine Demokratie der Fragmente reorganisiert. Nichts passte zusammen. Alles gehörte dazu.
Say thank you and good bye Dada, see here you tomorrow?!



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